Evelyne Gebhardt für Europa

© Europäisches Parlament
© Europäisches Parlament

Liebe Leser, liebe Leserinnen,

seit 1994 setze ich mich als Abgeordnete im Europäischen Parlament für ein friedliches, sozial gerechtes und demokratisches Miteinander in Europa ein. Das Zusammenwachsen unseres Kontinents ist für mich seit meiner Jugend viel mehr als ein politischer Prozess. Gerne gebe ich Ihnen einen Einblick in meinen Werdegang und in die Beweggründe für mein politisches Wirken.

Europäerin schon in jungen Jahren

Schon früh im Leben durfte ich die Möglichkeiten und Chancen eines friedlichen Europas persönlich erleben. Als gebürtige Französin wuchs ich in Paris auf und ging dort zur Schule, wo ich Deutsch als erste Fremdsprache gewählt habe. Mein Interesse an den deutschen Nachbarinnen und Nachbarn war von Beginn an groß. Mit zwölf Jahren habe ich Land und Leute durch einen Schüleraustausch kennen und lieben gelernt. Mein sprachwissenschaftliches Studium an der Pariser Universität Sorbonne Nouvelle hat mich zu Studienaufenthalten an die Universitäten Tübingen und Stuttgart geführt. Nach dem Ende meines Studiums mit dem Abschluss Licence ès Lettres hat es mich dann endgültig auf die andere Seite des Rheins gezogen, wo ich 1975 im schönen Hohenlohe eine zweite Heimat gefunden habe.

Von der geografischen zur politischen Heimat

Das Jahr 1975 war in vielerlei Hinsicht etwas Besonderes für mich. Nicht nur habe ich in diesem Jahr meinen Lebensmittelpunkt nach Deutschland verlegt, sondern wurde auch Mitglied der Sozialdemokratischen Partei Deutschlands (SPD). Mein Interesse an der deutschen Sozialdemokratie war bereits vor meiner Zeit in Deutschland geweckt worden, nicht zuletzt wegen der Persönlichkeit und der Politik des ehemaligen Bundeskanzlers Willy Brandt. Im Alltag in Deutschland angekommen, waren es dann vor allem die Unterschiede im Bezug auf die gesellschaftliche Stellung von Frauen und ihr Selbstverständnis im Erwerbsleben, die mich in dem Willen bestärkten, für mehr Gleichstellung zwischen Frauen und Männern einzutreten. Bei der SPD fand ich hierbei engagierte Mitstreiter und Mitstreiterinnen und eine politische Heimat. Im Jahr 1982 habe ich die Arbeitsgemeinschaft sozialdemokratischer Frauen (ASF) in Hohenlohe mitbegründet. Seit 1992 bin ich stellvertretende Bundesvorsitzende der ASF.

Mein Leben vor, in und neben der Politik

Ab 1977 war ich als freiberufliche Übersetzerin tätig. In dieser Zeit habe ich dann auch begonnen, mich intensiv mit Fragen zu Bürgerrechten sowie der Bio- und Gentechnologie zu beschäftigen. In den Folgejahren ging ich Vortragstätigkeiten zu diesen Themenschwerpunkten im In- und Ausland nach und reiste für die Friedrich-Ebert-Stiftung bei Experteneinsätzen nach Südamerika und Afrika.

Meine Überzeugung, dass soziale und gesellschaftliche Missstände sich nur durch aktives Einmischen ausräumen lassen, hat mich dazu bewogen, 1994 erstmals für das Europäische Parlament zu kandidieren. Als überzeugte Europäerin setze ich mich seither im Parlament mit voller Kraft für die Belange der Bürger und Bürgerinnen ein. Meine Arbeitsschwerpunkte sind dabei ein sozial ausgerichteter Binnenmarkt, der Verbraucherschutz und die Bürgerrechte - mein Leitbild ist ein geeintes, soziales und solidarisches Europa.

Auch außerhalb des Parlamentes mache ich mich für Demokratie und für ein solidarisches Miteinander in unserer Gesellschaft stark. So bin ich Mitglied im Verein "Gegen Vergessen – Für Demokratie e.V.", im Kuratorium der Landesarbeitsgemeinschaft der Kunstschulen Baden-Württemberg sowie in der Dienstleistungsgewerkschaft ver.di. Trotz tagespolitischer Herausforderungen ist die Vereinigung Europas in Form der Europäischen Union eine einzigartige Erfolgsgeschichte. Damit das Ziel eines vereinten Europas nicht aus den Augen verloren geht, engagiere ich mich gemeinsam mit vielen Bürgerinnen und Bürgern jeglicher politischer Couleur in der Europa-Union, deren Vorsitzende ich in Baden-Württemberg bin.

Auch wenn in meinem Beruf nur wenig freie Zeit bleibt, lese ich sehr gerne die Bücher von Elias Canetti oder entspanne mich zu den Klängen von Franz Liszt. Meine Leidenschaft ist die Kunst. Zu meinen Favoriten zählen die Konstruktivisten wie Morellet, Malewitsch oder Stepanova. Immer wieder unternehme ich "kulinarische Ausflüge", besonders angetan hat es mir die kreolische Küche.

Zukunft Europa

In meinem Leben durfte ich die Errungenschaften eines vereinten Europas auf sehr persönliche Weise erfahren. Es ist für mich eine Herzensangelegenheit, dafür einzutreten, dass auch künftige Generationen in einem friedlichen und gerechten Europa leben können.

 

Ihre Evelyne Gebhardt

Unsere Abgeordnete in Europa: Evelyne Gebhardt

Neues aus dem Land

Die SPD Baden-Württemberg hat auf ihrem Landesparteitag in Heidenheim weitreichende Beschlüsse gefasst. "Die SPD ist der politische Vorwärtsgang in diesem Land", erklärte der Landesvorsitzende Andreas Stoch. "Nur die SPD kann Ökonomie, Ökologie und Soziales auf einmal!"

Impressionen vom Parteitag

Mündliche Verhandlung beim Verfassungsgerichtshof erst Anfang 2020

Die Bündnispartner für gebührenfreie Kitas in Baden-Württemberg haben bei einem weiteren Treffen in dieser Woche bekräftigt, an ihrem erklärten Ziel der Gebührenfreiheit dranzubleiben. "Wir lassen uns nicht davon abbringen, Familien im Land entlasten zu wollen - weder rechtlich noch politisch", erklärten die Bündnispartner gemeinsam. "Wir stehen da zusammen." Im März hatte die grün-schwarze Landesregierung das von der SPD gestartete Volksbegehren für gebührenfreie Kitas als rechtlich unzulässig erklärt. Daraufhin waren die Sozialdemokraten vor den Verfassungsgerichtshof gezogen.

Unter enormem Interesse und bester Stimmung haben sich die Bewerberinnen und Bewerber um den Parteivorsitz der SPD am Samstag in Filderstadt präsentiert. "Die SPD muss die Hoffnungsmacherpartei sein", rief der Landesvorsitzende Andreas Stoch unter großem Beifall von über 1000 Sozialdemokratinnen und Sozialdemokraten bei seiner Eröffnung der Konferenz. "Die anderen sind nur Angstmacherparteien." Die zweite Vorstellungsrunde in Baden-Württemberg findet statt am 23. September in Ettlingen.

Der SPD-Landesvorsitzende Andreas Stoch hat die Ankündigung von Ministerpräsident Kretschmann, erneut zur Landtagswahl im Jahr 2021 anzutreten, als "wenig überraschend, aber auch wenig überzeugend" bezeichnet. "Es ist gut, dass es nun Klarheit gibt. Warum er zu dieser Entscheidung allerdings so lange gebraucht hat, bleibt sein Geheimnis", betonte der SPD-Chef.

Der SPD-Landesvorsitzende Andreas Stoch sieht den heutigen Wahlabend mit gemischten Gefühlen. "Die SPD hat sowohl in Brandenburg als auch in Sachsen unter sehr schwierigen Vorzeichen bravourös für unsere demokratische Kultur und gegen politischen Extremismus gekämpft. Das war eine großartige Leistung."

Dass die SPD in Brandenburg nun offenbar weiterhin klar die Nase vorn habe, sei dabei ein ganz wichtiges Signal: "Wir können gewinnen, wenn wir unsere Erfolge deutlich machen und vor allem Vertrauen in die Zukunft schaffen. Das war eine beeindruckende Aufholjagd in den letzten Wochen. Das sollten wir uns alle zu Herzen nehmen." Die SPD in Brandenburg habe dort nun "ganz klar den Regierungsauftrag", so Stoch.

Der SPD-Landesvorsitzende Andreas Stoch erklärt zur Zulassung des Volksbegehrens Artenschutz:

"Die Landesregierung konnte es sich schlichtweg nicht leisten, auch das zweite Volksbegehren innerhalb kürzester Zeit mit vorgeschobenen juristischen Argumenten scheitern zu lassen. Im Übrigen erstaunt es doch sehr, dass nach acht Jahren mit grünem Ministerpräsidenten und grünem Umweltminister die Bürger keinen anderen Weg sehen, als über ein Volksbegehren mehr Arten- und Naturschutz für Baden-Württemberg durchzusetzen.

Generalsekretär Binder: "Ich frage mich, wie jemand ohne innere Überzeugungen Baden-Württemberg sicher in die Zukunft führen will"

SPD-Generalsekretär Sascha Binder hat die heutige Wahl von Susanne Eisenmann zur Spitzenkandidatin der CDU als "ziemlich unglaubwürdigen Auftritt" bezeichnet.

"Frau Eisenmann gibt sich gerne entschlossen und energisch, auch heute wieder. Aber je näher man ihr politisch kommt, desto kleiner wird alles", so Binder. "Tatsache ist doch: In den letzten drei Jahren hat sie als Kultusministerin rein gar nichts auf den Weg gebracht - im Gegenteil: Sie hat jede eigene Überzeugung geopfert, um sich dem stockkonservativen Parteiflügel anzudienen. Insofern hat die CDU heute eine Scheinriesin als Spitzenkandidatin aufgestellt."

Die erste Hälfte ihrer Amtsperiode habe die Kultusministerin damit verbracht, sich an die Spitze der CDU zu boxen, erklärte Binder weiter. Und die zweite Hälfte gehe jetzt für den Wahlkampf drauf.

Die Betonung des "christlichen Menschenbilds" als Grundlage ihrer Politik sei jedenfalls in vielerlei Hinsicht "mehr als zweifelhaft", so der SPD-General. "Ich frage mich, wie jemand ohne innere Überzeugungen Baden-Württemberg sicher und glaubwürdig in die Zukunft führen will."

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