Spitze trifft Basis

Veröffentlicht am 02.11.2009 in Pressemitteilungen

Der Kreisparteitag in der Hohenloher Zeitung

Neuenstein:
Kandidaten um SPD-Landesvorsitz bei Mitgliederversammlung in Neufelser Mühle
Von Peter Hohl Hohenloher Zeitung 2. November 2009

Wie kommt die SPD aus dem Tal der Tränen? Wer soll künftig die Landespartei führen? Was erwartet die Basis von der Parteispitze, was wünschen sich die Landespolitiker von den Mitglie¬dern in den Ortsvereinen? In der Diskussion mit den drei Bewerbern um den Landesvorsitz suchten die Hohenloher Sozialdemokraten Antworten auf brennende Fragen.

Die Wahlschlappe vom 27. September sitzt der Partei in den Knochen. In Hohenlohe fiel die SPD hinter die FDP zurück, in Stuttgart warf Parteichefin Ute Vogt das Handtuch. Landtagsfraktionschef Claus Schmiedel (58), Finanzexperte Nils Schmid (36) und die Parteilinke Hilde Mattheis (55) wetteifern um ihre Nachfolge. Hohenlohe war eine der ersten Stationen auf der Bewerbungstour durch Kreisverbände und Regionalkonferenzen.

Lehre gezogen: Die Sozialdemokraten haben eine wichtige Lehre aus der Wahlschlappe gezogen: „Wir müssen mehr auf die Menschen eingehen und Dinge, die im Argen liegen, aufgreifen'', sagte Werner Müller, der einstimmig im Amt bestätigte Hohenloher Kreisvorsitzende. Die Landespolitiker sehen das ähnlich. „Das A und O ist das Aufgreifen der Themen vor Ort", sagte Nils Schmid: „Wir brauchen die Ortsvereine, um die Themen zu erschnüffeln. Und die Ortsvereine brauchen die Hilfe der Landespartei."

Wie das konkret aussehen kann, machte ein ums andere Mal Claus Schmiedel deutlich. Zum Beispiel am Thema Bildung: Die Basis müsse mit Eltern und Lehrern ins Gespräch kommen. „Die SPD muss wahrgenommen werden als. Partei, die sich kümmert," so Schmiedel. Der Landtagsabgeordnete für den Wahlkreis Ludwigsburg hatte ein Musterbeispiel parat: „Ich weiß nicht, ob ihr Mulfingen kennt?", wollte er von den Hohenloher Genossen wissen. Das Gelächter kam prompt, „Aber das liegt doch hier im Kreis", half die Ulmer Bundestagsabgeordnete Hilde Mattheis dem Konkurrenten auf die Sprünge.

Die Basis wolle sich stärker einbringen bei den Themen der Partei, sagte Mattheis. Die Themen für die Landtagswahl 2011 sollten „von unten nach oben festgelegt" werden, schlug sie vor. „Wir sollten mehr Sozialdemokratie wagen."
Willy Brandt und sein Wahlspruch „Mehr Demokratie wagen" wurden in den Vorstellungsreden aller drei Kandidaten beschworen. Das Desaster mit Hartz IV und der Rente mit 67 hat Spuren hinterlassen. Die SPD will innerparteilich wieder mehr Demokratie wagen. Dass der neue Landesvorsitzende per Mitgliederbefragung gesucht wird, ist ein deutliches Zeichen.

Lust auf Politik Etliche Hohenloher Sozialdemokraten haben wieder Lust auf Politik bekommen. „Ich habe in 27 Jahren Mitgliedschaft noch keine so informative Mitgliederversammlung erlebt wie heute Abend. Das müssten wir öfter haben", sagte Günter Schweikle aus Bretzfeld.
Dass die überalterte Partei personell noch nicht gänzlich perspektiv los ist, zeigte sich am Freitagabend übrigens auch: Der 21-jährige Ulrich Eckert aus Künzelsau nahm in der Neufelser Mühle sein Parteibuch in Empfang. Unmittelbar danach wählten ihn die Delegierten als Beisitzer in den Kreisvorstand.

 

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