Zukunft der Schullandschaft

Veröffentlicht am 25.04.2015 in Veranstaltungen

Podiumsteilnehmer Nikolaos Sakellariou, Matthias Wagner-Uhl, Schulleiter der Gemeinschaftsschule Neuenstein, Christian König, Lehrer am Bildungszentrum Niedernhall.

Überschaubar war die Zahl der äußerst interessierten Teilnehmer an der Veranstaltung zur Zukunft der Schullandschaft mit dem Bildungspolitischen Sprecher der SPD Landtagsfraktion Dr. Stefan Fulst Blei und Vertretern der Hohenloher Schulen in der Aula des Hohenlohegymnasiums in Öhringen. Mit einem dicken Lob für die mutige Umgestaltung der Schullandschaft in Baden Württemberg, die auch in der Schulstadt Öhringen Spuren zeige, begrüßte Oberbürgermeister Michler die Gäste und verwies auf die Leistung der Städte und Gemeinden im Hohenlohekreis, die sich den schulischen Anforderungen durch hohe Investitionen im Schulbau mutig stellten.

Eine abgerundete Bilanz der Schulpolitik seit 2011 bot Stefan Fulst-Blei. Das Schulministerium habe erhebliche Erblasten der Vorgängerregierung im Jahr 2011 vorgefunden. Finanzierungslücken, ein erheblicher Sanierungsstau, strukturelle Defizite vor allem durch Schülerrückgang im Hauptschulbereich, Stundenausfall, Stillstand bei der Förderung von Chancengleichheit und fehlende Konzepte im Bereich der gesetzlich geforderten Inklusion hätten Reformen in vielen Feldern gefordert. Inzwischen sei die Stagnation gebrochen. Ein Pakt mit den Kommunen sei geschlossen worden, der wesentliche Verbesserungen bei der Kleinkindbetreuung, bei den Tagesmüttern, bei der beruflichen Ausbildung von Erziehern und bei der Schulsozialarbeit gebracht habe. Mit Einführung der Gemeinschaftsschule sei eine attraktive und bei Schülern, Eltern und Kommunen anerkannte Schulform geschaffen worden, die der schulischen Ausblutung vor allem in den Landgemeinden entgegenwirke. Mit der regionalen Schulentwicklung sei den Kommunen Planungssicherheit zurückgegeben worden und im Bereich der Ganztagesschule sei durch ein Höchstmaß an Flexibilität der Durchbruch gelungen. Auf mehr als 10 Milliarden sei der Schulhaushalt des Landes angewachsen, um das alles zu finanzieren.

Stefan Fulst-Blei MdL, bildungspolitischer Sprecher der SPD-Landtagsfraktion

Viel Lob erfuhr der Referent von den Teilnehmern auf dem Podium, die unter der Moderation von MdL Nikolaos Sakellariou die Schulsituation im Hohenlohekreis ins Auge fassten. Alois Schmidt, stellvertretender Leiter des Staatlichen Schulamts in Künzelsau, bestätigte, die regionale Schulentwicklung sei dringend nötig gewesen. Der Rückgang der Schülerzahlen und das Entscheidungsrecht der Eltern bei der Schulwahl hätten auch im Hohenlohekreis zu Veränderungen geführt, die durch die strukturellen Veränderungen aufgefangen werden konnten. Von 13 Hauptschulstandorten müssten mittelfristig nur drei aufgegeben werden, 3 konnten in Gemeinschaftsschulen überführt worden, andere seien durch die Schaffung von Verbundschulen für zukünftige Entwicklungen abgesichert. Wert legte er auf die Forderung, das Entscheidungsrecht der Eltern bei der Schulwahl müsse erhalten bleiben, deshalb könnten nicht überall Gemeinschaftsschulen entstehen.

Lutz Jungblut, Schulleiter des Hohenlohegymnasiums, betonte, die geschaffene Wahlmöglichkeit in Öhringen habe eindeutig bewiesen, dass G9 dem Wunsch der großen Mehrheit der Schüler und ihrer Eltern entspreche. Einen ganzen Katalog von schulpolitischen Forderungen aus dem Gymnasialbereich gab er den Landtagsabgeordneten mit auf den Weg, von dem Wunsch nach Begabtenförderung bis hin zu verstärkter Schulsozialarbeit.

Rundum zufrieden zeigte sich der Schulleiter der Gemeinschaftsschule Neuenstein, Matthias Wagner Uhl. Er forderte die Landespolitiker auf, endlich den Schulstreit zwischen den Parteien zu beenden und ihre ganze Kraft in eine gelingende Schulpolitik zu bündeln, in der das Kind im Mittelpunkt steht und das Aussortieren nach Begabung ein Ende findet, wie dies in den Gemeinschaftsschulen gelinge.

Christian König, Lehrer am Bildungszentrum Niedernhall, stellte resümierend fest, die Rettungsversuche für die Hauptschule, wie sie von der Vorgängerregierung versucht wurden, seien gescheitert, und er forderte dazu auf, die Konkurrenz zwischen den Schularten aus der Diskussion rauszunehmen, nicht die Schulart sei in erster Linie für Schulerfolg entscheidend, sondern das Lernklima und die zwischenmenschlichen Beziehungen zwischen Lehrer, Eltern und Schülern.

Im Folgenden entwickelte sich eine ausgiebige Diskussion, in der es vor allem um die unterschiedlichen Sachkostenbeiträge für die verschiedenen Schularten, um die geforderte Inklusion und um Unterrichtsausfall ging. So konnte sich abschließend die SPD Kreisvorsitzende Caroline Vermeulen freudig bei allen Teilnehmern bedanken, insbesondere auch bei der Schulklasse, die in der Pause für Verpflegung aller gesorgt hatte.

 

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